Schützen Sie sich und Ihre Familie! Ein Alarmsystem im Haus ist ein wichtiger Mehrwert an Sicherheit. Unser Ratgeber erklärt, was bei der Planung von Alarmsystemen zu beachten ist. Sie können das eBook "Ihr-sicheres.Haus"...

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Alarmanlagen eBook

Wie kommt es zu einem Alarm? Wie wird dieser ausgewertet?

Das möchten wir im Folgenden erklären. Der zentrale Punkt bei der Auswertung ist hierbei, wie der Name es schon sagt, die Alarmzentrale. Aber gehen wir Schritt für Schritt vor.

1. 1. Schritt: Die Sensoren “bemerken” etwas

Glasbruch-, Erschütterungs- und Bewegungsmelder gehören zu diesen Sensoren und erkennen Eindringlinge.

Da Einbrecher die Schwachstellen eines Hauses nutzen, kann diese Kombination aus Sensoren Sicherheitslecks schließen und ein Signal an die Zentrale senden, wenn zum Beispiel ein Fenster oder eine Tür geöffnet wird, Glas zerbricht oder jemand einen bestimmten Raum oder Bereich betritt.

  • Zusatzschlösser an Türen und Fenstern melden den Einbruchsversuch und dokumentieren, ob Fenster offen oder geschlossen sind.
  • Die Rauch- und Wassermelder erfassen Rauchentwicklung oder austretendes Wasser und verhindern lebensbedrohliche Situationen oder teure Kosten aufgrund von Wasser- und Brandschäden. 
  • Mit einem separaten Überfalltaster können Sie außerdem selber im Notfall ein Signal an die Alarmzentrale senden.

Alarmzentrale Bedienfeld

2. 2. Schritt: Jetzt entscheidet die Alarmzentrale

Die Alarmzentrale kann man als „Gehirn“ bezeichnen. Die Signale der Sensoren kommen an und die Zentrale entscheidet nun, was zu tun ist. Je nach Sensor können sogar unterschiedliche Personen benachrichtigt werden. Bei einem Wasserrohrbruch ist schließlich andere Hilfe nötig als bei einem Einbrecher. Und ein im Brandfall sollte primär die Feuerwehr informiert werden. Logisch! Und genau das übernimmt eine korrekt programmierte Alarmzentrale.

3. 3. Schritt: Wenn nötig - der Alarmgeber

Alarmgeber ist zum Beispiel die Sirene. Und das letzte Glied der Kette. Mit 90 Dezibel im Haus oder 105 im Freien schaltet die Alarmzentrale die Sirene ein, um den Störfall oder Einbruch zu melden. Das erregt Aufmerksamkeit und vertreibt die Täter. 

In die Sirene ist ein Blitzlicht integriert. Dies ist übrigens auch für Hilfskräfte nützlich, die direkt erkennen, wo der Einsatzort ist, zu welchem Sie gerufen wurden!

4. Wer wird bei einem Alarm von Ihrer Alarmzentrale informiert?

Wenn Ihre Alarmanlage über eine Sirene verfügt, wird natürlich erst einmal hierdurch jeder informiert, der in der Nähe ist. Sie selbst, der Einbrecher (der jetzt wahrscheinlich die Beine in die Hand nimmt) und Nachbarn sowie Passanten. Über ein Telefonwählgerät kann ihre Alarmzentrale (je nach Typ) auch bestimmte Kontakte informieren. Über Telefon, SMS oder Mail wird der Alarm zum Beispiel an Sie selbst gesendet, wenn Sie nicht zu Hause sind. 

Kostenpflichtig kann auch ein Wachunternehmen informiert werden, welches dann tätig wird. Bei gewerblichen Objekten ist eine Weiterleitung des Alarms an Polizei oder Feuerwehr möglich. Bei privaten Objekten aber in der Regel nicht.

ISDN war einmal. Alarmanlagen auf IP umstellen!

Bis zum Jahre 2018 wird die Telekom alle Telefonanschlüsse auf IP-Technik umrüsten. Aber was hat das mit Ihrer Alarmanlage zu tun, sofern diese ISDN nutzt?

Handlungsbedarf besteht nicht bei der Alarmanlage an sich, sondern bei der Schnittstelle, die Ihre Alarmzentralen, welche einen Wachdienst kontaktieren, taten das meist über einen ISDN-Anschluss. Aufgrund von höherem Tempo und besserer Qualität wirde nun aber der veraltete ISDN-Standard durch das sogenannte IP (Internet Protocol) ersetzt. Alle Telefonate und Daten werden hiermit digital über das Internet übertragen. Sobald nun aber die Leitungen auf IP umgestellt werden, kann eine alte Alarmanlage mit ISDN aber niemanden mehr "erreichen". 

Ursache ist, dass die Alarmanlage über den ISDN-Anschluss eine eine analoge Kennung sendet. Diese Kennung (klingt so ähnlich wie das Gepiepse eines Faxgeräts) ist dazu da, ihr Haus eindeutig zu identifizieren. Problem ist, dass sich solche Kennungen über die IP-Technik nicht übertragen lassen. Benötigt wird daher eine neue Schnittstelle, welche Ihr Haus oder Geschäft mit dem Wachdienst verbindet. Der Rest der Alarmanlage kann gleich bleiben!

Sobald von der Telekom eine Mitteilung zur IP-Umstellung kommt, sollten Sie sich der Firma in Verbindung setzen, welche Ihre Alarmanlage installiert hat / alternativ mit Ihrer Wartungsfirma. Die meisten Errichter von Alarmsystemen sind über die IP-Umstellung im Bilde! Hier werden Sie beraten, was für die neue Technik notwendig wird. Aufgrund der Menge an Systemen ist über den Preis und Möglichkeit der Umstellung hier leider keine allgemein gültige Aussage zu treffen. 

4.0.1. Fast Zuverlässig wie zuvor!

Nach der Umrüstung ist Ihre Alarmanlage genau so sicher wie bisher. Ein Großteil der Anlagen benötigt auch nach der Umrüstung eine Sicherheits-Zertifizierung der VdS. Dazu muss die Alarmanlage zwei unabhängige Übertragungswege für das Alarmsignal besitzen – zum einen das genannte IP, andererseits (zwecks Ausfallsicherheit) eine Mobilfunkanbindung - hierfür enthalten die neuen Geräte meist eine SIM-Karte und eine Batterie. Damit funktioniert die Anlage auch bei einem Stromausfall! 

Auch wenn IP kommen wird - hier noch ein ehrliches Wort zur "alten" Technik: 
Neben aller Vorteile der neuen Technik - ISDN-Telefonanschlüsse sind gegenüber Störeinflüssen wesentlich unempfindlicher! Störungen machen sich hier höchstens durch ein kurzes Knacken bemerkbar. Zu Aussetzern oder Gesprächsabbrüchen führen Sie aber im Gegensatz zur IP-Technik nicht. Warum dann die "schnelle" Umstellung?
Ein Nachteil der "alten" Verbindungsmethode aus Sicht eines Telekommunikationsanbieters ist: Er muss ein dezentrales Netz an Telefon-Vermittlungsstellen betreiben. Bei der IP-Technik dagegen kann die Technik an wenigen zentralen Stellen gebündelt werden. Das ergibt eine enorme Kostenersparnis! Bei Anpassungen in den DSL-Gegenstellen, kann der Netzbetreiber die meisten Vermittlungsstellen-Standorte schließen und verkaufen. Deshalb fördern Telekom und Co. die IP-Umstellung so enorm! Es geht um sehr viel Geld, was der Netzbetreiber hier sparen kann!

5. Alarmzentrale per Funk oder Draht? Welche passt für meine Zwecke?

Von der Funktion unterscheiden sich beide Systeme im Grunde genommen überhaupt nicht. Was die Programmierung, Sensoren und Alarm-Arten angeht, bieten beide Systeme identische Funktionen. Der Unterschied zeigt sich aber bei der Installation.

Funkalarmanlagen können problemlos in bestehende Gebäude nachgerüstet werden.

Draht- oder Hybridalarmanlagen bieten sich bei Neubauten oder größeren Renovierungen an. Hier werden die Kabelverlegung unter Putz in den Wänden eingeplant so dass alle Sensoren verdrahtet werden können, ohne das überall in den Räumen Leitungen oder Kabelkanäle sichtbar sind.

5.1. Einsatzbereiche drahtgebundener Alarmsysteme:

  • Sind geeignet für mittlere bis große Objekte. Dazu gehören Geschäftshäuser, Lager- oder Fabrikhallen und Bürogebäude.
  • Generell ist im gewerblichen Bereich der Drahtalarm oft die bessere Wahl. Eine Installation ist hier oft einfacher, muss optisch nicht überall optimiert werden und größere Distanzen können hier einfach überwunden werden.
  • Im Privaten sind die Anlagen dann sinnvoll, wenn sich das Haus in der Bauphase befindet oder größere Renovierungen stattfinden.

5.2. Einsatzbereiche Funkalarmsysteme:

  • Sie eignen sich für kleinere und größere Privathäuser,  Wohnungen und kleine bis mittlere gewerbliche Objekte.
  • Nachrüstung kann schnell und ohne viel Schmutz erfolgen.

6. Handsender für Ihre Zentrale?

Natürlich hängt es von dem installierten System ab, aber einige Alarmzentralen können über eine Fernbedienung gesteuert werden. Also auch aus gewisser Entfernung scharf gestellt werden, wenn Sie Ihr Haus verlassen. Bei Drahtsystemen wird das Scharfstellen in der Regel durch Eingabe eines Codes durchgeführt.

Noch ein weiterer Vorteil dieser Möglichkeit ist: 

Wenn Sie Abends im Bett liegen und sich doch jemand Zutritt zu Ihrem Haus verschafft hat, können Sie vom Schlafzimmer aus mit Ihrer Fernbedienung den Alarm aktivieren.

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