Angebote für Alarmsysteme  +++  Alarmsysteme im Shop

Angebote für Alarmsysteme vergleichen

Hier klicken

Die Alarmzentrale ist das „Gehirn“ Ihrer ganzen Anlage. Hier laufen die Informationen zusammen und hier starten die Reaktionen der Anlage. Wie das im Einzelnen funktioniert, erklären wir Ihnen in diesem Artikel. Nach dem Lesen werden Sie genau wissen, welche einzelnen Schritte in Ihrer Anlage ablaufen, bis ein Alarm ertönt oder ein Notruf abgesetzt wird. Wir beginnen mit den Sensoren:

1. Woher kommt die Warnung? - die Sensoren der Alarmanlage

Zunächst muss die Anlage einmal erkennen, dass überhaupt ein Problem vorliegt. Das geschieht je nach System über verschiedene Sensoren:

  • Bewegungsmelder erkennen, wenn sich jemand nähert beziehungsweise in den überwachten Bereich bewegt.
  • Glasbruchsensoren registrieren das Einschlagen eines Fensters oder einer Glastür.
  • Erschütterungsmelder nehmen Vibrationen wahr, die bei Einbruchsversuchen typisch sind. Sie registrieren zum Beispiel, wenn jemand versucht, eine Tür aufzuhebeln oder das Schloss aufzubohren.
  • Zusatzschlösser an Türen und Fenstern dokumentieren, ob das Fenster offen oder geschlossen ist. Dadurch können sie melden, wenn ein Fenster unberechtigt geöffnet wird, während die Anlage scharf geschaltet ist.
  • Rauchmelder nehmen Rauchentwicklung wahr und können damit Leben retten.
  • Hitzemelder warnen ebenfalls vor Feuer, indem sie hohe Temperaturen beziehungsweise Temperaturunterschiede erkennen. Sie sind überall dort die bessere Wahl, wo Staub, Rauch oder Dampf in der Raumluft stehen können, also zum Beispiel im Bad, in der Küche oder in der Werkstatt.
  • Wassermelder registrieren austretendes Wasser.
  • Mit einem separaten Überfalltaster können Sie außerdem selbst im Notfall ein Signal an die Alarmanlage senden.

Natürlich sind nicht in jeder Anlage alle diese Sensoren verbaut. Welche und wie viele Sensoren Sie brauchen, ist ganz von Ihrer individuellen Situation abhängig.

2. Was macht die Alarmanlage, wenn ein Einbruch stattfindet?

Funktionen der Alarmzentrale

Die Sensoren melden bei einem Einbruchsversuch ihre Warnungen an die Alarmzentrale. Man könnte die Sensoren als die Augen und Ohren der Anlage bezeichnen und die Alarmzentrale als das Gehirn. Die Zentrale entscheidet, welche Reaktion auf die Warnung der Sensoren folgen soll. Manche Anlagen benachrichtigen zum Beispiel unterschiedliche Personen: einen Wachdienst bei einem Einbruchsversuch, die Feuerwehr bei einem Brand. Generell sind verschiedene Reaktionen möglich:

2.1. Sirene und andere Alarmgeber werden aktiviert

Alarmgeber sind in den meisten Fällen Sirenen. Wenn der Alarmzentrale einen Einbruchsversuch oder ein anderes Problem gemeldet wird, schaltet sie diese Sirene an. Mit 90 Dezibel im Haus oder 105 Dezibel im Freien erregt der Signalton sofort Aufmerksamkeit und vertreibt in den meisten Fällen den Täter. Häufig ist ein Blitzlicht in die Sirene integriert. Das ist noch auffälliger für das Umfeld und hilft den Einsatzkräften, schneller den Ort zu finden.

2.2. Die Wählanlage informiert Sie oder einen Wachdienst

Viele Alarmanlagen haben zusätzlich zur Alarmsirene eine Wählanlage (auch Einbruchmeldeanlage genannt). Mit dieser können Sie voreingestellte Personen per Telefon, SMS oder Mail informieren lassen. So können Sie zum Beispiel einstellen, dass Sie selbst von der Anlage über ein Problem informiert werden, wenn Sie nicht zu Hause sind. Oder Sie können bei längerer Abwesenheit einen Nachbarn informieren lassen, der dann die nächsten Schritte einleitet.

Alarmzentrale Bedienfeld

Alternativ können Sie Ihre Anlage auch bei einem Wachdienst aufschalten lassen. Dieser wird dann bei einem Alarm informiert, sieht nach dem Rechten und schaltet bei Bedarf Polizei oder Feuerwehr mit ein. Dieser Service ist allerdings kostenpflichtig.

Gewerbliche Objekte können auch direkt mit der Feuerwehr oder der Polizei verbunden werden, private Objekte aber normalerweise nicht.

Wie teuer eine Einbruchmeldeanlage ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • von der Größe des zu schützenden Objekts,
  • von der Anzahl und Art der angeschlossenen Sensoren und
  • von den Funktionen der Einbruchmeldeanlage.

Hier ein paar Beispiele von kleineren Systemen, die im privaten Bereich gerne genutzt werden:

3. Wichtig: Alte Alarmanlagen auf IP umstellen

Alte Alarmanlagen arbeiten häufig noch nach der ISDN-Technik, die Telekom hat aber seit 2018 komplett auf die modernere IP-Technik umgestellt. Das bedeutet: Ihre Wählanlage kann ihr Signal nach außen nicht mehr abgeben und im Einbruchsfall niemanden informieren.

Falls Sie noch eine alte Anlage mit Wählsystem haben, die in den letzten Jahren nicht gewartet wurde, sollten Sie unbedingt tätig werden! Informieren Sie sich bei Ihrer Fachfirma, ob eine Umstellung auf die neue Technik nötig ist!

Handlungsbedarf besteht nicht bei der Alarmanlage an sich, sondern bei der Schnittstelle, welche einen Wachdienst kontaktiert. Aufgrund von höherem Tempo und besserer Qualität wurde der veraltete ISDN-Standard durch das sogenannte IP (Internet Protocol) ersetzt. Alle Telefonate und Daten werden hiermit digital über das Internet übertragen. Sobald die Leitungen auf IP umgestellt wurden, konnten alte Alarmanlage mit ISDN niemanden mehr "erreichen". Ursache ist, dass die Alarmanlage über den ISDN-Anschluss eine eine analoge Kennung sendet. Diese Kennung (klingt so ähnlich wie das Gepiepse eines Faxgeräts) ist dazu da, ihr Haus eindeutig zu identifizieren. Problem ist, dass sich solche Kennungen über die IP-Technik nicht übertragen lassen. Benötigt wird daher eine neue Schnittstelle, welche Ihr Haus oder Geschäft mit dem Wachdienst verbindet. Der Rest der Alarmanlage kann gleich bleiben!

Nach der Umrüstung ist Ihre Alarmanlage genau so sicher wie bisher. Ein Großteil der Anlagen benötigt auch nach der Umrüstung eine Sicherheits-Zertifizierung der VdS. Dazu muss die Alarmanlage zwei unabhängige Übertragungswege für das Alarmsignal besitzen – zum einen das genannte IP, andererseits (zwecks Ausfallsicherheit) eine Mobilfunkanbindung - hierfür enthalten die neuen Geräte meist eine SIM-Karte und eine Batterie. Damit funktioniert die Anlage auch bei einem Stromausfall! 

4. Alarmanlage per Funk oder Draht?

Von der Funktion her unterscheiden sich drahtgebundene Alarmanlagen und Funkalarmanlagen im Grunde überhaupt nicht. Was die Programmierung, Sensoren und Alarm-Arten angeht, bieten beide Systeme identische Funktionen. Der Unterschied zeigt sich aber bei der Installation:

4.1. Einsatzbereiche drahtgebundener Alarmanlagen

Draht- oder Hybridanlagen (die sowohl mit Kabeln als auch mit Funk arbeiten) sind aufwendiger, was den Einbau angeht. Die einzelnen Sensoren und die Alarmgeber werden mit Kabeln mit der Alarmzentrale verbunden. Diese Kabel werden normalerweise unter Putz verlegt. Deshalb bieten sich drahtgebundene Anlagen im privaten Bereich vor allem bei Neubauten oder bei größeren Renovierungen an.

Im gewerblichen Bereich ist der Drahtalarm oft die bessere Wahl. Eine Installation ist hier oft einfacher, weil es nicht so sehr auf die Optik ankommt und die Kabel zum Beispiel auch in Kabelschächten gelegt werden können. Außerdem sind gewerbliche Objekte oft größer. Die großen Distanzen lassen sich mit Kabeln leichter überwinden.

4.2. Einsatzbereiche von Funkanlagensystemen

Funkalarmanlagen eignen sich für kleinere und größere Privathäuser, für Wohnungen und für kleine bis mittlere gewerbliche Objekte. Der große Vorteil liegt in der leichten und schnellen Nachrüstung. Große Umbaumaßnahmen sind nicht nötig und es entstehen weder Schmutz noch hohe Installationskosten.

5. Was bringt ein Handsender für die Alarmanlage?

Manche Alarmzentralen können über eine Fernbedienung gesteuert werden. Das hat zwei Vorteile:

  1. Sie können die Anlage auch aus einer gewissen Entfernung scharf stellen, wenn Sie das Haus verlassen. (Drahtsysteme stellt man in der Regel durch Eingabe eines Codes scharf.)
  2. Wenn Sie abends im Bett liegen und sich doch jemand Zutritt zu Ihrem Haus verschafft hat, können Sie vom Schlafzimmer aus mit Ihrer Fernbedienung den Alarm aktivieren.

Weiterführende Quellen:

//www.almasindustries.de/sensoren-fuer-alarmanlagen/
//www.reichelt.de/reicheltpedia/index.php/Alarmanlagen
//www.alarmanlagenprofis.de/ABUS-Secvest-Funk-Erschuetterungsmelder-FUEM50000

 

Preise für Alarmsysteme vergleichen:

Hier klicken