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Leider wird oft erst dann eine Kameraüberwachung installiert, wenn es schon zu Einbrüchen und Diebstahl gekommen ist. Erst dann entsteht bei vielen das Bedürfnis nach mehr Schutz und Sicherheit durch eine Videoüberwachung.

Ob privat oder gewerblich - Videoüberwachung ist heutzutage ein sinnvoller Schutz für Sie, Ihre Familie und Ihr Eigentum. Außerdem ist die Videoüberwachung in unserer modernen Zeit günstig geworden und sowohl für Gewerbetreibende als auch den Privathaushalt kostengünstig installierbar.

1. 1. Nach welchen Kriterien gehe ich bei der Planung einer Videoüberwachung vor?

Diese Fragen sollten Sie beantworten können. Machen Sie sich am besten Notizen zu diesen Fragen! 

  1. Was möchte ich mit der Kameraüberwachung erreichen?
  2. Welche Bilder möchte ich haben?
  3. Wie viele Kameras?
  4. Innen oder Außen?
  5. Funk oder Kabel?
  6. Wo werden Die Kameras angebracht?
  7. In welcher Höhe?
  8. Welcher Winkel soll überwacht werden?
  9. Welche Lichtverhältnisse sind gegeben? Brauche ich Kameras mit Infrarotfunktion?

 Können Sie eine der folgenden Fragen mit “Ja” beantworten? Dann ist eine Videoüberwachung die richtige Wahl :

  • Wollen Sie wissen, wer ein- und ausgeht oder bei Ihnen klingelt?
  • Wollen Sie von überall auf der Welt zuhause vorbeischauen können, ob alles in Ordnung ist?
  • Wollen Sie Vandalen, Diebe und Einbrecher abschrecken und im Ernstfall aufzeichnen?

Alarmanlage mit Videoüberwachung

1.1. Wann sind kabelgebundene Kameras sinnvoll?

  • Bei einem Neubau!
  • Selbst dann, wenn aktuell die Finanzen nicht mehr reichen. Bei einem Neubau sind die zusätzlichen Kabel sehr geringe Beträge. Dafür kann später einfach eine Sicherheitstechik und Videoüberwachung im Haus installiert werden.
  • Dann braucht man später nur noch eine Dose öffnen und die Kameras anhängen. Man spart sich komplizierte Umbauten!
  • Nutzen Sie eine CAT-Verkabelung für Ihre Netzwerkkameras oder verlegen Sie ein BNC-Kabel von Ihren Analogkameras zum Rekorder.

1.2. Wann nutzt man funkvernetzte Überwachungskameras?

  • Als Mieter, oder zum Nachrüsten bestehender Häuser, ohne große Umbaumaßnahmen und Verlegen von Kabeln nötig zu machen.

2. 2. Diese Bereiche Ihres Haushaltes sollten Sie gezielt schützen

2.1. Der Außenbereich: Hof und Garten

Mit Kameras in diesem Bereich sind Sie immer im Bilde, was auf Ihrem Grundstück passiert. Außerdem schrecken gut sichtbare Kameras die Einbrecher oder sonstige Störenfriede von vornherein ab, da sie erkannt und überführt werden könnten!

Ist die Videotechnik unbemerkt installiert, dann haben Sie die Täter statt dessen im Kasten und können sie dann wirksam zur Rechenschaft ziehen.

2.2. Der Eingangsbereich: Hauseingang und Wohnungstür

Die Türe und das Türschloss werden nach Fenstern am häufigsten zum Ziel von Angriffen. Kameras sind hier eine sinnvolle Überwachung und Abschreckung und dokumentieren außerdem ungebetene Gäste, Stalker, Vertreter oder Hausierer.

2.3. Der Wohnbereich: Heim und Familie

Im Wohnbereich schützt die Überwachung vor Diebstahl durch Putzfrauen, Handwerker und andere Dienstleister. Übrigens können Sie so auch Ihr Kind oder pflegebedürftigen Angehörige im Blick behalten. Im Notfall können Sie so schnell helfen, oder Hilfe anfordern!

2.4. Die Nebenräume: Garage und Keller

Auto- und Fahrraddiebstähle nehmen nachweislich weiter zu. Die Diebe stehlen gezielt Premiumfahrzeuge. Mit einer effektiven Videoüberwachung sind diese besser geschützt.

3. 3. Welche Kamera sollten die Überwachung Ihres Hauses nutzen?

Hier möchten wir kurz einige Merkmale aufzeigen, die eine gute Bildqualität und damit Kameraüberwachung Ihres Hauses ermöglichen. Denn - nicht alle Kameras machen gleich gute Bilder.

3.1. Merkmal 1: Lichtempfindlichkeit

Empfehlung: Eine Hybridkamera. Also eine Kamera mit Farbe und Schwarz-Weiß-Modus, so wie einem zusätzlichen Infrarotlicht zur Ausleuchtung bei sehr schlechten Lichtverhältnissen.

Solche Kameras haben einen eingebauten Lichtsensor und schalten automatisch bei schlechten Lichtverhältnissen vom Farbmodus in den Schwarz-Weiß-Modus. Bei zunehmender Dunkelheit wird dann eventuell noch das Infrarotlicht dazugeschaltet.

Ist kein Infrarot vorhanden, würde man bei einer Farbkamera ab bestimmtem schwachen Umgebungslicht einfach nichts mehr erkennen. Also ist es sehr wichtig hier auf Qualität zu achten, da die Videoüberwachung sonst nichts bringt!

Lux: Lux ist die Angabe, die für die jeweilige Lichtempfindlichkeit der Kamera steht. Objektiv und Sensor der Kamera arbeiten hier Hand in Hand. Vereinfacht gesagt: Je kleiner die Lux-Zahl ist, um so lichtempfindlicher ist die Kamera.

Autoshutter: Regelt das Bild der Kamera, wenn sich Lichtverhältnisse schlagartig ändern (zum Beispiel bei Scheinwerfern von heranfahrenden Autos).

3.2. Merkmal 2: Vario-Objektiv der Kamera

Vario-Objektive sind Objektive mit veränderlicher Brennweite.
Sie lassen zu, dass man im Heranzoomen flexibel ist.

3.3. Merkmal 3: Gehäuse der Kamera. Metall oder Kunststoff?

Für den Außenbereich ist ein wetterfestes Gehäuse ein Muss! Empfehlenswert ist statt eines Kunststoffgehäuses ein Metallgehäuse. 

Sie wissen selbst, wie heiß im Sommer der Kunststoff zum Beispiel im und am Auto werden kann. Manch einer hat schon erlebt, wie sich Kunststoffe aufgrund von Hitze verformen können. Auf Dauer gesehen können diese Temperatur- und Witterungsunterschiede einem Kunststoffgehäuse zusetzen, einem Metallgehäuse aber kaum etwas anhaben.

Die Widerstandsfähigkeit der Gehäuse wird in der IP-Norm EN 60529 geregelt. Mithilfe dieser Angabe kann man ablesen, wogegen die Kamera geschützt ist. Man kombiniert die erste und zweite Ziffer anhand folgender Tabelle. Dazu ein Beispiel. Die Angabe "IP66" bei einem Kameragehäuse würde bedeuten: 6 Staubdicht und 6 Schutz vor starkem Strahlwasser.

Erste Ziffer Zweite Ziffer
0 kein Schutz 0 kein Schutz
1 Geschützt vor festen Fremdkörpern (Durchmesser ab 50 mm) 1 Schutz vor senkrecht fallendem Tropfwasser
2 Geschützt vor festen Fremdkörpern (Durchmesser ab 12,5 mm) 2 Schutz vor fallendem Tropfwasser, bei 15° Neigung des Gehäuses
3 Geschützt vor festen Fremdkörpern (Durchmesser ab 2,5 mm) 3 Schutz vor fallendem Sprühwasser, bis 60° gegen die Senkrechte
4 Geschützt vor festen Fremdkörpern (Durchmesser ab 1,0 mm) 4 Schutz vor allseitigem Spritzwasser
5 Staubgeschützt 5 Schutz vor Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 Staubdicht 6 Schutz vor starkem Strahlwasser
  7 Schutz vor zeitweiligem Eintauchen in Wasser
  8 Schutz vor dauerhaftem Untertauchen in Wasser

3.4. Merkmal 3: Kameras für den Innenraum

Nuten Sie auch hier Infrarot-Kameras!

3.5. Merkmal 3: Auflösung und Bildsensor

Pixelzahl und TV-Linien-Auflösung? Was ist wichtig in diesem Zusammenhang?

Je höher die Zahl bei einem der beiden, um so besser ist die Darstellung des Bildes. Sie kennen die Pxiel-Angaben zum Beispiel auch von Ihren Handy-Kameras. Der Bildsensor CMOS oder CCD ist sozusagen die Netzhaut der Überwachungskamera. Verwendete CCD-Chips erzeugen in der Regel bessere Darstellungen als CMOS-Chips.

3.6. Kamera-Set’s mit Erweiterungsoption

Viele Hersteller bieten günstige Starter-Sets zur Überwachung mit wenigen Kameras, welche bei Gefallen anschließend immer noch erweitert werden können.

4. 4. Wie kann ich die Videos speichern?

Moderne Digitalrekorder nutzen - statt früherer VHS-Kassetten - einfach moderne Festplatten und haben aufgrund der digitalen Speicherung auch keine Qualitätsverluste des Videobildes. Außerdem sind solche Speicher heutzutage sehr günstig zu kaufen.

Die Bildaufnahmen können dann wie Videos am Computer beliebig wiedergegeben oder - wann immer gewünscht - gelöscht werden.

Die Videodaten werden übrigens auch wie bei vielen Videos am Computer komprimiert, um die Größe der Videodaten zu verringern. Bezeichnungen wie H264 oder MPEG4 beschreiben das verwendete Komprimierungsverfahren.

Wichtig ist auch hier wieder, dass Sie sich fragen, was Sie mit der Videoüberwachung erreichen möchten und dazu ein paar Notizen machen. Der Fachmann entwirft dann dazu ein passendes Konzept der Videoaufzeichnung, welches Ihren Wünschen entspricht!

4.1. WLAN - Technik. Überwachung über das Internet.

Internetleitungen werden in den letzten Jahren immer mehr genutzt.

Das bedeutet, dass Kameras in Ihrem Haus direkt mit dem Internet verbunden werden und ihr Haus oder Ihre Wohnung so auch aus der Ferne  überwacht werden kann. Das bietet Ihnen den Vorteil auch von unterwegs den Zugang zu Ihrem Überwachungssystem zu haben. Oder Sie beauftragen eine Sicherheitsfirma, welche bei einem ausgelösten Alarm Zugriff auf Ihre Kameras hat, um so schnell wie möglich ein erstes Bild des überwachten Ortes zu erhalten. Sicherheitskräfte und Polizei können so wesentlich gezielter agieren.

5. 5. Montage und Verbindung der Kameraüberwachung

Um die meisten Kameras anzubringen benötigen Sie lediglich eine Leiter und eine Bohrmaschine. Das Befestigungsmaterial - Schrauben und Dübel - sind oftmals bei den Kameras beigefügt. Spannender ist da schon die Frage, wie die einzelnen Kameras verbunden werden. Verkabeln oder Funk hatten wir bereits weiter oben erwähnt, möchten aber noch einmal genauer die Möglichkeiten erklären.

5.1. Verdrahtetes Videosystem

Der Vorteil einer Kabelverbindung ist, dass zum einen über die Kabel das Videosignal transportiert wird, aber bei dem Verlegen der Leitungen auch direkt für den Stromanschluss gesorgt werden kann.

Ist solch eine Netzwerk-Infrastruktur vorhanden, dann können Sie Ihre IP-Kameras mit Netzwerkkabeln direkt an das Aufzeichnungsgerät anschließen. Koaxialkabel (RG59) sind sehr günstig und universell einsetzbar.

Wenn am Montageort der Kameras noch kein Stromanschluss vorhanden ist, kann auf Video-Kombi-Kabel ausgewichen werden: Diese leiten zusätzlich über ein Kabel neben dem Videosignal auch die notwendige 12-V-Spannungsversorgung.

Hinweis: BNC-Kabel

So wird oft ein Koaxialkabel zur Videoübertragung genannt, das zum Anschluss mit einem BNC-Stecker ausgestattet ist.

Pluspunkte der Analogtechnik:

  • Sehr gut bei Neubauten planbar
  • Kostengünstigere Komponenten
  • Exklusiver Übertragungsweg via Kabel (Punkt-zu-Punkt)
  • Leichte Installation, wenn die Kabel bereits vorhanden sind
  • Große Vielfalt an Spezialkameras
  • In der Anzeige immer 25 Bilder pro Sekunde
  • Direkte Ausgabe des Videobildes auf ein Anzeigegerät möglich

5.2. Videoüberwachung über Funk + WLAN

Möchten Sie Ihr Haus oder Wohnung mit einer Videoüberwachung nachrüsten?

Ist die Verkabelung zu aufwendig?

Oder wird die Videoüberwachung nur temporär eingesetzt?

Dann ist eine Übertragung per Funk oder WLAN die Lösung.

Besonders in Privatwohnungen, kleineren Objekten und generell in gemieteten Räumen ist die Funkübertragung sehr sinnvoll. So müssen keine baulichen Veränderungen vorgenommen, keine Kabel gezogen werden und zusätzlich können Sie bei einem Umzug das Überwachungssystem mitnehmen.

Auch längere Entfernungen können (unter Umständen mit zusätzlichen Sendern und Empfängern) gut überbrückt werden. Wenn zum Beispiel Nebengebäude, Gartenhaus oder Carport mit überwacht werden sollen, kann die Kamera dort einfach in das Funknetz eingebunden werden. Interessante Fachinformationen gibt es hierzu auch auf der Seite http://www.kriminalberatung.de/w-lan-kameras-modernste-technik-fuer-die-sicherheit-im-eigenen-haus/ 

Vorteile hier:

  • Kostengünstige Integration in eine vorhandene IT Infrastruktur möglich
    zum Beispiel den eigenen Computer als Rekorder nutzen
  • Ohne Kabel sehr flexibel
  • Weltweiter gesicherter Zugriff auf Ihre Kameras ist über das Internet möglich
  • Direkte Nutzung von Internet-Diensten wie E-Mail oder Bildversand
Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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