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Einbruch ist nicht die einzige Gefahr für Ihr Heim, Feuer und Rauch können noch bedrohlicher sein. Und manchmal geht es so schnell: Bratpfanne auf dem Herd vergessen, Bügeleisen angelassen, Kerzen unbeaufsichtigt stehen gelassen, … Es gibt viele Brandursachen. Auch elektrische Geräte können bei Fehlfunktionen zu Bränden führen. Oder Blitzschlag, Überhitzung und einiges mehr. Und selbst Brandstiftung ist gar nicht so selten, wie man denken könnte. 

Mehrere hundert Menschen sterben jedes Jahr durch Brände in ihren Wohnungen, viele weitere werden verletzt. Die überwiegende Mehrzahl von ihnen stirbt übrigens gar nicht durch das Feuer selbst, sondern durch den Rauch: Innerhalb weniger Minuten kann sich bei einem Brand giftiger Rauch entwickeln. Feuer im Haus - Brandschutz nötigWenige Atemzüge können genügen, um eine Bewusstlosigkeit zu verursachen. Wenn dann nicht sehr schnell Rettung da ist, endet die Sache tödlich. Besonders problematisch sind Brände in der Nacht: Im Schlaf bemerkt man Rauch häufig nicht und wacht dann im schlimmsten Fall gar nicht mehr auf.

Gerade deshalb ist es so wichtig, sich vor solchen Folgen zu schützen. Rauchmelder sind eine günstige, aber absolut lebensrettende Sicherheitsmaßnahme, die wirklich jeder haben sollte!

Diese SWR-Ratgeber gibt einen kleinen Überblick über mögliche Brandursachen, die schnelle Entwicklung eines Feuers und das richtige Verhalten bei einem Brand.

Rauchmelder sind die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Feuer: Sie sorgen für einen Rückgang der Opferzahlen um bis zu 50 Prozent! Außerdem sind sie inzwischen in fast allen Bundesländern für alle Privatgebäude und -wohnungen verpflichtend. 

1. Wie schützen Rauchmelder Sie und Ihre Familie?

Rauchwarnmelder alarmieren Sie im Brandfall rechtzeitig, bevor es zu spät ist. Wenn Sie außerdem Feuerlöscher im Haus haben, können Sie den Brand häufig noch selbst löschen.

Bitte versuchen Sie sich nur an „Entstehungsbränden“! Wenn sich schon Rauch verbreitet, weil ein ganzes Zimmer in Flammen steht, verlassen Sie zügig die Wohnung und rufen Sie die Feuerwehr!

Rauchmelder schützen Kinder

1.1. Wie funktionieren Rauchmelder?

Rauchmelder sind kleine Kästchen, die an die Zimmerdecke geschraubt werden. Im Rauchmelder gibt eine Leuchtdiode einen kleinen Lichtstrahl ab, der normalerweise ins Leere läuft. Dringt Rauch in den Rauchmelder ein, wird der Lichtstrahl gestreut. Ein lichtempfindlicher Sensor nimmt dann dieses diffuse Licht wahr und die Elektronik lässt einen schrillen Alarmton aufheulen.

Um noch genauer die Funktion zu verstehen, haben wir einen Top-Tipp für Sie: die Sendung mit der Maus! Einfach mal kurz anschauen, am besten mit Ihren Kindern! Im zweiten Teil gibt es nämlich wichtige Verhaltenstipps für Kinder.

 

Diese Rauchmelder werden gerne gekauft:

1.2. Alternative für Bad und Küche: Rauchmelder mit Hitzefunktion

Im Bad und in der Küche sind normale Rauchmelder nicht gut geeignet. Denn hier entsteht durch das Kochen oder Duschen Wasserdampf, der den Lichtstrahl im Rauchmelder genauso streuen lässt wie Rauch. Deshalb brauchen Sie hier Rauchmelder mit Hitzefunktion. Diese Modelle haben nicht nur den Lichtsensor, sondern prüfen außerdem die Temperatur im Raum. Erst wenn eine Kombination aus Rauch und ungewöhnlich ansteigender Temperatur gemessen wird, schrillt der Alarm los.

Rauchmelder mit Hitzefunktion sind auch überall dort sinnvoll, wo Zugluft herrscht, zum Beispiel an Luftschächten, im Dachboden oder in der Werkstatt.

1.3. Worauf sollte ich beim Kauf eines Rauchmelders achten?

Diese Tipps können Ihnen bei der Auswahl helfen:

  1. Optimal sind Funk-Rauchmelder oder Rauchmelder als Bestandteil der Alarmanlage. Der große Vorteil: Wenn ein Melder Alarm gibt, schrillen alle vernetzten Rauchmelder ebenfalls los. Sie bekommen also den Alarm in jedem Fall mit, selbst wenn sich der Brand im Keller befindet und Sie gerade im zweiten Stock schlafen.

  2. Achten Sie auf die Prüfzeichen von VdS, DIN oder TÜV (Kriwan Testzentrum für Rauchwarnmelder)! Produkte, die mit diesen Prüfzeichen zertifiziert sind, wurden unter realen Bedingungen getestet und für gut befunden.

  3. Der Rauchmelder sollte eine Warnung geben, wenn die Batterie zu schwach wird.

  4. Wichtig ist außerdem ein Knopf zum Testen des Alarms.

  5. Nutzen Sie nur optische Rauchmelder (wahlweise mit Hitzefunktion für Bad und Küche).

  6. Batterie-Rauchmelder sind besonders leicht zu installieren, weil sie unabhängig vom Stromnetz angebracht werden könne. Gute Lithium-Batterien halten mehrere Jahre.

1.4. Wo sollte ich Rauchmelder anbringen?

So finden Sie den optimalen Ort für Ihre Rauchmelder:

  • Wenn Sie nur einen Rauchmelder anbringen, sollte dieser im Flur hängen. Noch besser (und inzwischen auch in fast ganz Deutschland vorgeschrieben) sind aber mehrere Rauchmelder, vor allem in den Kinder- und Schlafzimmern.

  • Der Rauchmelder gehört waagrecht an die Zimmerdecke, und zwar in die Mitte des Raumes. Der Abstand zur Wand sollte mindestens 60 cm betragen.

  • Ein Standard-Rauchmelder deckt etwa 40 Quadratmeter ab. Teilen Sie Ihre Wohnfläche in sinnvolle Bereiche auf und nutzen Sie mehrere Melder, damit alle Räume ausreichend geschützt sind.

1.5. Wie bringe ich einen Rauchmelder an?

Rauchmelder sind sehr leicht zu installieren, die benötigten Materialien sind in der Regel beigefügt. Entweder gibt es eine Selbstklebe-Vorrichtung, die für nötigen Halt sorgt, oder der Rauchmelder wird mit Schrauben und Dübeln an der Decke angebracht. In beiden Fällen können Sie die Installation in wenigen Minuten selbst erledigen.

1.6. Wartung der Rauchmelder

Mindestens einmal im Jahr sollten Sie oder eine Fachfirma die Rauchmelder überprüfen:

  • Probieren Sie, ob der Rauchmelder funktioniert. Dafür gibt es eine Taste, mit der Sie den Alarm testen können.

  • Wird die Batterie zu schwach, muss sie ausgewechselt werden. Richten Sie sich nach den Angaben des Herstellers. Achten Sie am besten schon beim Kauf auf Modelle, die rechtzeitig mit einem Piepton auf eine schwache Batterie hinweisen!

  • Begutachten Sie die Rauchmelder und schließen Sie mechanische Schäden aus.

  • Prüfen Sie, ob die Luftschlitze des Rauchmelders frei von Staub und Dreck sind. Dieser könnte nämlich im schlimmsten Fall verhindern, dass der Rauch schnell registriert wird.

  • Prüfen Sie den Rauchmelder auch nach Umbauten und Renovierungen: Ist der Rauchmelder noch am geeigneten Platz angebracht? Haben Staub oder Farbe die Öffnungen verschlossen? Funktioniert der Alarm noch?

2. Rauchmelder-Pflicht in Deutschland (Stand: Juli 2020)*

Inzwischen gilt in allen 16 Bundesländern eine Rauchmelderpflicht für privaten Wohnraum. Ein paar Unterschiede gibt es allerdings:

Bundesland

Für welche privat genutzten Gebäude gilt die Rauchmelderpflicht?

Wo müssen Rauchmelder angebracht werden?

Baden-Württemberg

alle

- in Schlaf-, Kinder- und Gästezimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Bayern

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Berlin

in Neu- und Umbauten, ab dem 1.1.2021 auch in Bestandsbauten

- in allen Aufenthaltsräumen außer Küchen

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Brandenburg

in Neu- und Umbauten, ab dem 1.1.2021 auch in Bestandsbauten

- in allen Aufenthaltsräumen außer Küchen

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Bremen

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Hamburg

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Hessen

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- außerdem in Aufenthaltsräumen, in denen bestimmungsgemäß Menschen schlafen (zum Beispiel Gästezimmer)

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Mecklenburg-Vorpommern

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Niedersachsen

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Nordrhein-Westfalen

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Rheinland-Pfalz

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Saarland

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Sachsen

Neu- und Umbauten, bisher keine Nachrüstpflicht für Bestandsbauten

- in Schlaf-, Kinder- und Gästezimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Sachsen-Anhalt

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Schleswig-Holstein

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

Thüringen

alle

- in Schlaf- und Kinderzimmern

- in Fluren, die ins Treppenhaus oder ins Freie führen

- an Fluchtwegen, zum Beispiel in offenen Treppenhäusern

*Bitte informieren Sie sich zusätzlich noch selbst, welche Bestimmungen in Ihrem Bundesland gelten! Wir haben die Informationen zwar gründlich recherchiert, können Ihnen aber trotzdem keine Garantie für die Richtigkeit und Aktualität geben.

3. Rauchmelder – Sind Mieter oder Vermieter verantwortlich?

In allen Bundesländern gilt: Für die Installation der vorgeschriebenen Rauchmelder ist der Hauseigentümer verantwortlich. Bei der Wartung gibt es Unterschiede:

  • Der Eigentümer beziehungsweise Vermieter ist in diesen Bundesländern für die Wartung zuständig: Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

  • Der Mieter ist in diesen Bundesländern für die Wartung zuständig: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein. Trotzdem ist auch hier letzten Endes der Vermieter in der Pflicht, die Rauchmelder betriebsbereit zu halten. Deshalb übernehmen meist doch die Vermieter die Wartung.

Die Kosten für die Installation und Wartung der Rauchmelder können allerdings auf die Mieter umgelegt werden.

4. Tipps: Brände verhindern und im Brandfall richtig reagieren

Viele Brände lassen sich durch umsichtiges Handeln verhindern. Und wenn es doch einmal brennt, kann das richtige Verhalten Leben retten.

4.1. So verringern Sie das Brandrisiko

Um Brände erst gar nicht entstehen zu lassen, befolgen Sie diese Tipps:

  1. Schalten Sie elektronische Geräte immer aus, um Kurzschlüsse zu verhindern. Kurzschlüsse können auch im Standby-Betrieb entstehen! Nutzen Sie zum Beispiel schaltbare Steckdosen, um die Geräte komplett auszuschalten.

  2. Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf Prüfsiegel, um die Gefahr von Fehlfunktionen zu verringern!

  3. Schließen Sie niemals mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinander! Achten Sie auf den Maximalstrom, den eine Mehrfachsteckdose liefern kann! Wenn zu viele Geräte angeschlossen sind, kann die Steckdose überhitzen.

  4. Schalten Sie Herdplatten und Bügeleisen immer sofort aus, wenn Sie sie nicht mehr brauchen! Verlassen Sie den Raum nicht, wenn Herd oder Bügeleisen angeschaltet sind!

  5. Bewahren Sie keine entzündlichen Gegenstände in der Nähe der Herdplatten auf!

  6. Halten Sie Streichhölzer und Feuerzeuge von Kindern fern!

  7. Lassen Sie Kerzen und offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt!

  8. Rauchen Sie nicht im Bett und nicht, wenn Sie müde sind!

  9. Geben Sie keine heiße Asche in den Abfalleimer!

  10. Installieren Sie Rauchmelder!

  11. Halten Sie Feuerlöscher im Haus bereit!

4.2. So verhalten Sie sich im Brandfall richtig

Wenn es brennt, kommt es auf Ihr Verhalten an. Darauf sollten Sie achten:

4.2.1. Ruhe bewahren!

Versuchen Sie jetzt, einen klaren Kopf zu behalten und ruhig zu bleiben! Bekämpfen Sie nur Entstehungsbrände selbst mit dem Feuerlöscher oder mit Feuerlöschspray! Wenn sich schon Rauch und/oder Feuer ausgebreitet hat, sollten Sie sich möglichst schnell in Sicherheit bringen.

4.2.2. In Sicherheit bringen!

  • Verlassen Sie das Haus auf kürzestem Wege! Vergeuden Sie keine Zeit und lassen Sie Wertgegenstände und Ähnliches liegen!

  • Bewegen Sie sich bei dichtem Rauch auf dem Boden, denn in Bodennähe ist die Konzentration des giftigen Qualms am geringsten!

  • Vorsicht beim Öffnen von Türen: Möchten Sie einen Raum durch eine Tür verlassen, tasten Sie, ob diese heiß ist und prüfen Sie, ob Rauch durch die Türritzen dringt. Wenn ja, öffnen Sie diese Tür nicht! Es könnte ein weiterer Brandherd dahinter liegen. Wenn Sie dann die Türe öffnen und Sauerstoff hinzukommt, kann sich der Rauch schlagartig entzünden!

  • Nehmen Sie gefährdete Personen mit, zum Beispiel Kinder oder pflegebedürftige Menschen!

  • Schließen Sie die Türen und Fenster, um dem Feuer Sauerstoff zu entziehen!

  • Benutzen Sie in mehrgeschossigen Häusern die Treppe, nicht den Aufzug!

  • Machen Sie andere Hausbewohner auf den Brand aufmerksam!

4.2.3. Den Brand bei der Feuerwehr melden!

Sobald Sie sich in Sicherheit gebracht haben, rufen Sie die Feuerwehr an. Wichtig sind diese Informationen:

  1. WER ruft an?

  2. WAS ist passiert?

  3. WO ist es passiert?

  4. WIE VIELE Verletzte gibt es?

  5. WARTEN Sie auf Rückfragen, bevor Sie auflegen!

Noch viele weitere wichtige Tipps zur Brandprävention und zum richtigen Verhalten bei Feuer finden Sie im Brandschutz-Ratgeber der Feuerwehr Idar-Oberstein. Sie können sich den Ratgeber hier als PDF-Datei herunterladen: //feuerwehr-idar-oberstein.de/fileadmin/feuerwehr-idar-oberstein.de/images/sicherheit/Brandschutz_Ratgeber.pdf

 

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