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Die Kosten für eine Alarmanlage hängen von den Anforderungen an das zu schützende Objekt ab. Logisch!

Kosten von Alarmanlagen

Die Kosten der Alarmanlage setzen sich zusammen aus:

  • Alarmzentrale
  • Bedienteil / Fernbedienung
  • mehreren Bewegungsmeldern
  • Öffnungsmeldern für die Fenster
  • Alarmsirene
  • Installationsmaterial
  • und Arbeitszeit

Ihr Fachmann kann Sie genau beraten, welchen Sicherheitsmaßnahmen für Ihr Objekt benötigt werden. Lassen Sie sich also ein genaues Angebot erstellen, welches alle Teile und die Arbeitszeit beinhaltet.

Für die Sicherung eines gewöhnlichen Einfamilienhauses kann man zum Beispiel mit 2.000 bis 3.000 Euro rechnen. Auf zehn Jahre verteilt ergibt das eine monatliche Belastung von ca. 15 bis 25 Euro pro Monat. Diese monatliche Ausgabe ist für das Gefühl der Sicherheit gut investiert!

1. 1. Preis-Beispiel einer Alarmanlage

Die folgende Auflistung soll einmal als Beispiel dienen, wie sich die Kosten für eine Funk-Alarmanlage zusammensetzen könnten:

  • Alarmzentrale: 440 Euro
  • Bedienteil: 160 Euro
  • Alarmsirene: 300 Euro
  • Fernbedienung: 90 Euro
  • Funk-Öffnungsmelder: 100 Euro (etwa zehn Stück)
  • Installationsmaterial: 30 Euro
  • Installationskosten: 350 Euro

  • Gesamtpreis: 2.370,00 €

Erweiterbar ist dieses Beispiel natürlich mit zusätzlichen Sensoren. Sinnvoll ist beispielsweise ein Rauchmelder oder eine Videoüberwachung.

Bei drahtgebundenen Lösungen ist die Installation schnell teurer, wenn dafür Leitungen gelegt werden müssen oder sogar Mauerdurchbrüche erfolgen. Ist das Haus im Bau befindlich, kann ein Draht- oder Hybridsystem noch komfortabel in die Leitungsführung mit eingeplant werden. Außerdem sind drahtgebundene Komponenten der Alarmanlage vom Preis her günstiger!

1.1. Wartung und Folgekosten

Für eine Wartung der Anlage (bei Funksystemen zum Beispiel zum Batteriewechsel) entstehen oft im Zweijahres-Takt weitere Kosten.

Sofern Ihr Alarmsystem mit einem Sicherheitsdienst verbunden ist, entstehen auch hier weitere monatliche Kosten. Der Preis richtet sich nach den gebuchten Leistungen. Ab 20 bis 30 Euro pro Monat sind Aufschaltungen möglich. Die Alarmverfolgung durch den Sicherheitsdienst wird im Alarmfall meist per Stundensatz (50 bis 80 Euro) abgerechnet.

1.2. Steuer - Kosten absetzen

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Arbeitskosten eines Handwerkers, für den Einbau eines Alarmsystems, nach  §35a Absatz 3 EStG (Einkommensteuer-Gesetz) von der Steuer abgesetzt werden.

Übrigens bieten manche Versicherer Prämienrabatte für die Hausratversicherung, sofern bestimmte Sicherheitsmaßnahmen installiert sind. Hier besteht also die Option zu sparen. Sprechen Sie Ihren Versicherer in jedem Fall darauf an!

2. 2. KfW Förderung für einbruchhemmende Maßnahmen

Wohnungseinbrüche nehmen jährlich zu. Im Jahr 2014 wurden 152.123 Fälle erfasst. Deshalb reagiert der Bund und bietet über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterschiedliche Fördergelder an. Insgesamt 10 Millionen Euro werden von Ende 2015 (19.11.2015) bis Ende 2018 durch die Bundesregierung zur Verfügung gestellt, um Alarmanlagen und andere Sicherungssysteme zu installieren.

KfW Förderung für Alarmanlagen

Da Einbrecher unterschiedliche Schwachstellen nutzen, um in Ihr Haus zu kommen, werden vernünftigerweise auch unterschiedliche Sicherungsmaßnahmen gefördert, um diese Lücken zu schließen.

Tipp: Lassen Sie sich ein Gesamtkonzept entwickeln, welches die verschiedenen Bereiche des Hauses schützt. Nur die Haustüre sicherer zu machen, aber die Fenster zu vergessen ist keine große Hilfe, um Einbrecher fernzuhalten. Am besten ist eine Kombination aus mechanischem und elektronischem Schutz. Also zum Beispiel bessere Türschlösser ud Riegel, Öffnungssensoren für Fenster, Bewegungsmelder und eine Alarmanlage, die alles vereint. Der Fachmann kann ein Paket schnüren, welches für Ihr Objekt sinnvoll ist!

2.1. KfW-Förderung >>Altersgerecht Umbauen<<

Im Rahmen der Förderung "Altersgerecht Umbauen" (KfW-Programm 455) werden durch zinsgünstige und langfristige Finanzierungen, Maßnahmen gefördert, die Barrieren reduzieren und den Wohnkomfort steigern. In diesem Zuge wird auch die Integration von Alarmanlagen und einer Eingangsüberwachung sowie die Nachrüstung mit beispielsweise Tür-Zusatzschlössern unterstützt. Hierfür stellt das Bundesbauministerium im Zeitraum von 2015 bis 2017 jährlich 10 Millionen Euro bereit.

Beim Einbau einer Alarmanlage oder ähnlicher Sicherheitssysteme werden Material- und Handwerkerkosten gefördert, sofern die Installation durch Fachunternehmen erfolgt.

TIPP: Bei Installation in eigener Arbeit sind immer noch die Materialkosten förderfähig, wenn Ihnen ein Fachbetrieb die korrekte Durchführung der Maßnahmen und der Materialkosten formlos bestätigt. Die Material-Rechnungen müssen die Adresse des Investitionsobjektes enthalten.

Förderung der Fenstersicherheit

Handelsübliche Fenster sind für Einbrecher kaum ein Hindernis. Die meisten können schon mit einem Schraubenzieher innerhalb von Sekunden aufgebrochen werden. Eine zusätzliche Seitensicherung und ein Fenstergriff-Schloss sind daher sinnvoll!

  • Fenster-Zusatz-Sicherungen
  • Einbau von Fenster-Nachrüstsystemen (zum Beispiel aufschraubbare Fensterstangenschlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Band- bzw. Scharnierseitensicherungen, Pilzkopfverriegelungen)
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden

Förderung der Türsicherheit

Auch hier muss die Sicherheit verbessert werden! Das normale Schloss kann zum Beispiel durch zusätzliche Türschlösser oder Riegel gesichert werden. Wichtig ist, dass die Tür und der Türrahmen ausreichend stabil sind und die Montage korrekt durchgeführt wird.

  • Tür-Zusatz-Schlösser und Riegel
  • Schutzbeschläge (verhindern das Aufbohren)
  • sichere Türzylinder
  • elektronische Türsysteme
  • Tür-Spione
  • Einbau von Türkommunikation, Gegensprechanlagen
  • Einbau neuer einbruchhemmender Haus- und Wohnungstüren

Förderung für den Einbau einer Alarmanlage

Alarmanlagen schaffen in Kombination mit mechanischen Schutzmaßnahmen einen doppelten Sicherheitsaspekt. Durch den mechanischen Schutz wird der Einbrecher zunächst davon abgehalten, sich Zutritt zu verschaffen. Der elektronische Schutz sorgt für eine akustische Abschreckung, die in der Regel zur Flucht der Täter führt und Sie über den Vorfall informiert.

  • Alarmanlagen
  • Videoüberwachung im Eingangsbereich
  • Systeme zur Einbruchs- und Überfallmeldung
  • Bewegungsmelder
  • Beleuchtung des Eingangsbereiches

Höhe der Förderung

  • Mindesthöhe der Investition: 2.000 Euro
  • Gefördert werden 10% der Investitionskosten (maximal 1.500 Euro Zuschuss)
    Bei einbruchhemmenden Umbauten können Zuschüsse von 200 Euro bis maximal 1.500 Euro beantragt werden, zum Beispiel für Alarmanlagen, Türsprechanlagen, einbruchhemmende Türen und Fenster.
  • Wenn ein Umbau mit Barrierereduzierung vorgenommen wird, werden 12,5% gefördert (maximal 5.000 Euro Zuschuss).
  • Wird der KfW-Standard „Altersgerechtes Haus“ berücksichtigt, steigt der Zuschuss auf maximal 6.250 Euro.

LINK ZUM FÖRDERPROGRAMM

2.2. KfW-Förderung >>Energieeffizient Sanieren<<

Oberstes Ziel beim energieeffizienten Sanieren von Gebäuden ist die Energieeinsparung, um den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Wenn Sie dies planen, kann bei der Wahl entsprechender Produkte nicht nur Energie gespart werden, sondern zum Beispiel beim Einbau von einbruchssicheren Fenster und Türen auch gleich die Sicherheit vor Einbrechern erhöht werden!

Was wird gefördert?

  • Erneuerung + Einbau von Haus- und Kellertüren
  • Erneuerung + Einbau von Fenstern und Fenstertüren

Höhe der Förderung

  • Günstige Zinsen und  langfristige Finanzierung ab 1,00 % effektivem Jahreszins
  • Sondertilgung + Tilgungszuschuss

LINK ZUM FÖRDERPROGRAMM

3. 3. So erhalten Sie Förderungen der KfW für Ihr Alarmsystem

Um einen Kredit bei der KfW zu bekommen, muss ein entsprechender Antrag vor Beginn der Umbaumaßnahmen bei der Hausbank gestellt werde. Diese übernimmt dann die Regelung der Kreditdetails und die Abwicklung mit der staatlichen Förderbank.

Die Antragsprüfung durch die KfW dauert meist 4 bis 6 Wochen. Die Auszahlung erfolgt erst nach Abschluss der Maßnahmen. Genauere Informationen über Voraussetzungen und Rahmenbedingungen des Förderprogramms finden Sie auf den Webseiten der KfW.

3.1. Förderung richtig beantragen

Familie „Müller“ nutzt die Förderprogramme der KfW, um Ihr Zuhause sicherer zu machen. Wie auch Sie von den Förderungen profitieren können, erklärt Ihnen Familie „Müller“ in vier Schritten:

3.1.1. Optimale Förderung für Alarmanlagen:

Lassen Sie sich helfen! Eine Fachfirma kann Sie bei der Planung auf Möglichkeiten hinweisen, um die beste Art der Förderung zu erhalten. Auch die Antragstellung kann von der Firma für Sie vorbereitet werden! Förderungen können sich ändern oder aktuelle Maßnahmen dazukommen. Fachfirmen sind immer up to date!

Der Standard ist wohl aktuell die Förderung „Einbruchschutz“ im KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen 455“. Förderfähigen Alarmsysteme oder andere Sicherheitsmaßnahmen werden hier mit zehn Prozent bezuschusst. Also bekommen Sie bis zu 1.500 Euro von der KfW zurück.

WICHTIG: Immer vor Beginn der Umbauten den Antrag einreichen und erst anfangen, wenn dieser bewilligt wurde! Die Bearbeitung kann schon mal 4 bis 6 Wochen brauchen. Also haben Sie ein wenig Geduld!

Nach Abschluss aller Arbeiten wird zusammen mit der Einbaufirma die sogenannte "Bestätigung nach Durchführung" vorbereitet und bei der KfW eingereicht. Erst wenn das geschehen ist, erhalten Sie die Erstattung!

4. 4. Regionale Förderungen

4.1. NRW

Förderung Alarmsysteme in NRWNordrhein-Westfalen fördert seit 2014 den Einbau von Alarmanlagen und anderen Sicherheitsmaßnahmen am und innerhalb des Gebäudes! Diese Förderung ist übrigens unabhängig von sonstigen Modernisierungen. Verbesserungen der Barrierefreiheit und Energieoptimierung sind hier also keine Voraussetzung.

4.1.1. Welche Maßnahmen können gefördert werden?

Zum Beispiel:

  • Nachrüstung mit elektrischen Türöffnern,
  • Bewegungsmelder
  • Beleuchtungssysteme
  • Einbau einbruchhemmender Türen
  • Türspione

4.1.2. Wer kann gefördert werden?

Jeder Eigentümer, der sein Haus oder Wohnung und/oder seine vermieteten Wohnungen modernisiert.

4.1.3. Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung beträgt derzeit ...

  • bis zu 25.000 Euro pro Wohnung
  • höchstens jedoch 80% der Kosten in Mietwohnungen und
  • 85% in selbstgenutztem Wohneigentum.
  • Gefördert wird mit einem zinsverbilligten Darlehen.
  • Konditionen:
    0,5% Zinsen, 0,5% Verwaltungskostenbeitrag (VKB) und 2% Tilgung pro Jahr
    Der einmalige VKB beträgt 0,4%.
    Zinssatz ist für 10 Jahre fest (danach gilt die marktübliche Verzinsung).

Die  Fördersumme von 25.000 Euro kann weiter erhöht werden, wenn eine Kombination mit anderen Fördermaßnahmen geschieht. Hierzu zählen zum Beispiel energetischen Maßnahmen. In einem solchen Fall gelten wieder andere Voraussetzungen und Konditionen. Am besten Sie lassen sich hier vom Fachmann beraten, um in Ruhe die passende Lösung für Sie zu finden!

4.1.4. Wo beantrage ich die Förderung?

Bei der Stadt- oder Kreisverwaltung, die für das Objekt zuständig ist! Die Kontakte und weitere Daten und Formulare zur Förderung finden Sie auf www.nrwbank.de

4.2. Sachsen

Förderung SachsenFolgende förderfähigen Maßnahmen können seit September 2014 mit Verbesserungen zum Einbruchsschutz kombiniert werden:

  • Verbesserung der Wärmedämmung beheizter Räume
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • Verbesserung der Energieeffizienz

Für die technische und wirtschaftliche Beratung und Baubetreuung wird ein Zuschuss in Höhe von maximal 1.000 Euro gewährt.

4.2.1. So erhalten Sie die Förderung

Voraussetzung für die Förderung ist eine Bestätigung der zuständigen Gemeinde,

  • dass sich das Vorhaben in einem Gebiet befindet, das nach dem städtebaulichen Entwicklungskonzept als integrierte Lage ausgewiesen ist
  • oder den demografischen und wohnungspolitischen Zielsetzungen der Gemeinde entspricht.

Nutzen Sie als erstes das Beratungsangebot der sächsischen Aufbaubank.

Das Formular zur der Sanierung „Bestätigung zur Verbesserung des Einbruchschutzes“ können Sie hier downloaden.

4.3. Stadt Heidelberg

Alarmanlagen in der Stadt HeidelbergDie Maßnahme „Heidelberger Schlossprämie“ dienst zur Verbesserung des Einbruchschutzes.

Beim Einbau von mechanischen Systemen zur Verbesserung der Sicherheit (wie zum Beispiel einbruchhemmende Fensterbeschläge, Zusatzschlösser mit Sperrbügeln usw.) können sie einen Zuschuss von 25 Prozent der Kosten bis maximal 2.500 Euro erhalten.

  • Sowohl Eigentümer als auch Mieter können die Förderung beantragen.
  • Voraussetzung ist, die geplanten Umbauten mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Heidelberg abzustimmen.

Passive elektronische Maßnahmen, also Alarmanlagen oder Videoüberwachungen werden leider nicht gefördert.

Infomaterial zum Förderprogramm der Heidelberg finden Sie hier oder bei dem Bürgerservice der Stadt Heidelberg

 

Hinweis: Die genauen Bedingungen der jeweiligen Förderung erfahren Sie beim jeweiligen Träger. Insbesondere übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen.




 

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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